Energieversorger & NetzbetreiberÖffentliches Laden

Wie Energieversorger Ladestationen skalierbar betreiben und verwalten können

Mit einer wachsenden Ladeinfrastruktur steigen auch die Anforderungen an Betrieb, Monitoring und Abrechnung. sintio.xlink ermöglicht Energieversorgern, kompatible Ladestationen verschiedener Hersteller zentral zu verwalten, Verbrauchsdaten in bestehende Systeme zu integrieren und individuelle Stromtarife abzubilden – über eine zentrale Plattform.

19 Oktober 2026

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Natalia Kandula

Wie Energieversorger Ladestationen skalierbar betreiben und verwalten können

Warum wird der Betrieb von Ladeinfrastruktur für Energieversorger komplexer?

Mit dem Ausbau der Elektromobilität wächst für Schweizer Energieversorger auch die Bedeutung einer skalierbaren Ladeinfrastruktur. Doch je mehr Ladepunkte und Standorte hinzukommen, desto anspruchsvoller werden Betrieb und Verwaltung.

Unterschiedliche Ladestationshersteller müssen eingebunden, Ladepunkte überwacht und Verbrauchsdaten für bestehende ERP- und Abrechnungssysteme bereitgestellt werden. Gleichzeitig erwarten Endkundinnen und Endkunden einen einfachen Zugang zur Ladestation und transparente Tarife.

Genau hier setzt sintio.xlink an. Die Abrechnungslösung wurde für Energieversorger entwickelt, die ihre Ladeinfrastruktur selbst betreiben und abrechnen möchten, dafür aber auf eine zentrale Softwareplattform und die abrechnungsrelevanten Energiedaten zugreifen wollen.

Über das Sintio-Portal lassen sich zentrale Prozesse wie Monitoring, Nutzerverwaltung, Tarifmanagement und die Erfassung von Ladevorgängen und Verbrauchsdaten zusammenführen. Mit sintio.xlink übernehmen Energieversorger die Abrechnung nach wie vor selbst und Sintio stellt die benötigten Energiedaten im erforderlichen Format nahtlos über eine Export-Schnittstelle bereit.

Wie lassen sich Ladestationen verschiedener Hersteller zentral verwalten?

Eine wachsende Ladeinfrastruktur mit verschiedenen Ladestationsmodellen muss nicht automatisch zu mehreren Backends und Portalen führen.

Mit sintio.xlink können kompatible Ladestationen verschiedener Hersteller zentral über das Sintio-Backend verwaltet werden. Die Kommunikation erfolgt bei kompatiblen Modellen über den offenen Standard OCPP.

Das bietet Energieversorgern insbesondere bei bestehenden und wachsenden Ladenetzen mehr Flexibilität und Zukunftssicherheit: Statt die gesamte Infrastruktur dauerhaft auf einen einzigen Hardwarehersteller zu beschränken, können unterschiedliche kompatible Ladestationen in einer zentralen Plattform zusammengeführt werden.

Standorte → Ladestationen → Nutzer → Ladevorgänge → Verbrauchsdaten → Monitoring → Abrechnung

Damit behalten Energieversorger auch bei mehreren Standorten den Überblick und reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Hardwareherstellern.

White Label: Die eigene Marke in App und Portal

Für Energieversorger ist nicht nur die technische Infrastruktur relevant. Auch die Beziehung zu den eigenen Endkundinnen und Endkunden spielt eine wichtige Rolle.

Deshalb kann sintio.xlink mit dem White-Label-Service von Sintio kombiniert werden. Webportal und App lassen sich im Corporate Design des Energieversorgers gestalten – inklusive eigener Farbwelt und Logo. Die technische Plattform im Hintergrund bleibt Sintio, während nach aussen die Marke des Energieversorgers im Mittelpunkt steht. So endet das eigene Branding nicht an der Ladestation: Auch beim Starten eines Ladevorgangs mit der App, beim Einloggen ins Webportal und bei weiteren digitalen Berührungspunkten bleibt die Marke des Energieversorgers sichtbar.

Sintio-Webportal und App im White-Label-Design von ewl mit eigenem Logo und eigener Farbpalette

Wie gelangen Ladeverbrauchsdaten ins ERP-System?

Für Energieversorger müssen die Daten aus den Ladestationen nahtlos mit den bestehenden Prozessen zusammenspielen. Genau deshalb ist die automatisierte Bereitstellung von Ladeverbrauchsdaten ein zentraler Bestandteil von sintio.xlink.

Im Sintio-Portal können automatische Exportaufträge definiert werden, um abrechnungsrelevante Verbrauchsdaten für nachgelagerte Systeme in der gewünschten Frequenz bereitzustellen. Die Daten können dabei als tarifbasierte Verbrauchswerte oder als 15-Minuten Zeitreihen im richtigen Format für das jeweilige System bereitgestellt werden. Auch für Offline-Perioden von Ladestationen erfolgt dies zuverlässig mit Übermittlung der relevanten Status-Codes. Dadurch lassen sich Ladeinfrastruktur und bestehende Abrechnungsprozesse nahtlos und professionell miteinander verbinden.

Auch unterschiedliche Tarifmodelle können berücksichtigt werden. Energieversorger können beispielsweise Hoch- und Niedertarife sowie individuelle E-Mobilitätstarife hinterlegen.

Damit wird das Backend zur Schnittstelle zwischen:

Ladestation → Verbrauchsdaten → Sintio → ERP/Abrechnung

Praxisbeispiel: Wie ewl sintio.xlink nutzt

Wie eine solche Lösung in der Praxis aussehen kann, zeigt unsere Zusammenarbeit mit ewl in Luzern.

Die ewl betreibt eine wachsende Ladeinfrastruktur mit AC- und DC-Ladestationen unterschiedlicher Hersteller. Mit sintio.xlink werden OCPP-kompatible Ladepunkte über ein zentrales Backend zusammengeführt und betrieben.

Smartphone mit der Ad-hoc-Ladeseite von sintio.public vor einer DC-Ladestation von ewl
Öffentliche DC-Schnellladestation von ewl in Luzern mit Hinweis auf öffentliches Laden ausserhalb der Bürozeiten

Gleichzeitig nutzt ewl die White-Label-Option von Sintio: App und Portal sind im Erscheinungsbild von ewl designt, während im Hintergrund die Sintio-Technologie arbeitet.

Auch der Zugang für spontane Nutzer kann einfach gestaltet werden. Über einen QR-Code an entsprechend konfigurierten öffentlichen Ladepunkten kann ein Ladevorgang ohne vorgängige Registrierung ad-hoc gestartet werden. Dabei stehen verschiedene gängige Zahlungsmöglichkeiten wie TWINT, Google Pay, Apple Pay oder Kreditkarte zur Verfügung.

Zusätzlich kann die öffentliche Ladeinfrastruktur für EV Roaming geöffnet werden. Dadurch können Nutzer angebundener E-Mobilitätsdienstleister die entsprechenden Ladepunkte über ihren bestehenden Ladedienst nutzen. Das erweitert den potenziellen Nutzerkreis einer öffentlichen Ladestation.

Weisses Elektroauto von ewl lädt an einer blauen DC-Schnellladestation von ewl
Mitarbeiter steckt einen HPC-Ladestecker der ewl-DC-Ladestation in ein Elektroauto

Was bietet sintio.xlink Energieversorgern?

Für Energieversorger verbindet sintio.xlink mehrere Anforderungen einer modernen Ladeinfrastruktur auf einer zentralen Plattform:

  • Herstellerunabhängigkeit: kompatible OCPP-Ladestationen verschiedener Hersteller zentral anbinden.
  • Zentrales Monitoring: Ladepunkte und Standorte über eine Plattform im Blick behalten und reibungslos betreiben.
  • Datenintegration: Ladeverbrauchsdaten für bestehende ERP- und Abrechnungsprozesse massgeschneidert bereitstellen.
  • Flexible Tarife: unterschiedliche Strom- und E-Mobilitätstarife abbilden.
  • White Label: Portal und App im eigenen Corporate Design anbieten.
  • Skalierbarkeit: neue Standorte und kompatible Ladepunkte in die bestehende Infrastruktur integrieren.
  • Öffentliches Laden: je nach Konfiguration Ad-hoc-Zahlung und EV Roaming ermöglichen.

Fazit: Eine zentrale Plattform für wachsende Ladenetze

Je grösser die Ladeinfrastruktur eines Energieversorgers wird, desto wichtiger werden offene Schnittstellen, zentrale Verwaltung und automatisierte Datenprozesse.

Mit sintio.xlink können Energieversorger kompatible Ladestationen verschiedener Hersteller über eine zentrale Plattform betreiben, Verbrauchsdaten nahtlos in ihre eigenen Prozesse integrieren und gleichzeitig die Kontrolle über Tarife und Abrechnung behalten.

So kann Ladeinfrastruktur effizient wachsen, ohne dass mit jedem neuen Standort der Aufwand für Betrieb und Abrechnung zunimmt.

Sie möchten Ihre Ladeinfrastruktur zentral verwalten und Ladestationen in eine gemeinsame Plattform integrieren? Erfahren Sie mehr über sintio.xlink für Energieversorger.

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