Ob auf einem Firmenparkplatz, vor einem Mehrfamilienhaus oder in einer Tiefgarage – Ladestationen müssen im Alltag deutlich mehr aushalten, als viele vermuten. Starker Regen, Schnee, Staub, Frost oder intensive Sonneneinstrahlung gehören in der Schweiz zu den typischen Umwelteinflüssen, denen Ladepunkte dauerhaft ausgesetzt sind.
Damit eine Ladestation auch unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig funktioniert, spielen die sogenannten IP-Schutzarten eine wichtige Rolle. Sie geben Auskunft darüber, wie gut das Gehäuse gegen Wasser, Staub und Fremdkörper geschützt ist.
In diesem Beitrag erfahren Sie, was die einzelnen IP-Schutzklassen bedeuten, welche Schutzart sich für verschiedene Einsatzorte eignet und warum die Elecq Biz mit der Schutzklasse IP65 besonders robust für den professionellen Einsatz entwickelt wurde.
Warum ist die Schutzklasse bei Ladestationen wichtig?
Nicht jede Ladestation wird unter denselben Bedingungen eingesetzt. Während einige Ladepunkte in einer geschlossenen Tiefgarage installiert werden, befinden sich andere auf offenen Parkplätzen oder frei zugänglichen Unternehmensarealen.
Je nach Standort muss eine Ladeinfrastruktur unterschiedlichen Belastungen standhalten:
- Starkregen und Schnee
- Staub und Schmutz
- Feuchtigkeit in Tiefgaragen
- Direkte Sonneneinstrahlung
- Grosse Temperaturunterschiede
- Reinigung mit Wasserschläuchen oder Hochdruckreinigern (je nach Umgebung)
Eine hohe Schutzklasse trägt dazu bei, die empfindliche Elektronik im Inneren der Ladestation zuverlässig zu schützen und die Lebensdauer der Hardware zu erhöhen.
Was bedeutet die IP-Schutzart?
Die IP-Schutzart (Ingress Protection) beschreibt den Schutz eines elektrischen Geräts gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser.
Sie besteht immer aus zwei Kennziffern.
Beispiel anhand der Elecq Biz: IP65
Erste Ziffer: Schutz gegen Fremdkörper und Staub
Zweite Ziffer: Schutz gegen Wasser
Je höher die jeweilige Zahl, desto höher ist der entsprechende Schutz.
Die erste Kennziffer – Schutz gegen Staub und Fremdkörper
Die erste Ziffer beschreibt den Schutz vor Berührung sowie vor dem Eindringen von festen Fremdkörpern und Staub.
| Kennziffer | Bedeutung |
|---|---|
| 0 | Kein Schutz |
| 1 | Schutz gegen feste Fremdkörper ab 50 mm |
| 2 | Schutz gegen feste Fremdkörper ab 12,5 mm |
| 3 | Schutz gegen feste Fremdkörper ab 2,5 mm |
| 4 | Schutz gegen feste Fremdkörper ab 1 mm |
| 5 | Schutz gegen Staub in schädigender Menge |
| 6 | Vollständiger Schutz gegen Staub (staubdicht) |
Gerade auf Parkplätzen, in Tiefgaragen oder in der Nähe von Baustellen kann Staub langfristig die Elektronik einer Ladestation beeinträchtigen. Eine hohe Schutzklasse bietet hier zusätzliche Sicherheit.
Die zweite Kennziffer – Schutz gegen Wasser
Die zweite Ziffer beschreibt den Schutz vor Wasser.
| Kennziffer | Bedeutung |
|---|---|
| 0 | Kein Schutz |
| 1 | Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser |
| 2 | Schutz gegen schräg fallendes Tropfwasser |
| 3 | Schutz gegen Sprühwasser |
| 4 | Schutz gegen Spritzwasser |
| 5 | Schutz gegen Strahlwasser |
| 6 | Schutz gegen starkes Strahlwasser |
| 7 | Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen |
| 8 | Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen |
| 9 | Schutz gegen Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung mit warmen Wasser |
Für Ladestationen im Aussenbereich sind insbesondere die Schutzklassen IP54, IP55 oder sogar IP65 verbreitet.

Welche Schutzklasse eignet sich für welche Umgebung?
Die passende Schutzklasse hängt vom Installationsort ab.
Geschlossene Tiefgarage
Hier sind die Ladestationen vor direktem Regen geschützt. Trotzdem wirken Feuchtigkeit, Staub und Schmutz auf die Geräte ein.
Offene Tiefgarage
Zusätzlich kommen Spritzwasser, Zugluft und stärkere Temperaturschwankungen hinzu.
Carport
Regen, Schnee und direkte Sonneneinstrahlung stellen höhere Anforderungen an die Ladestation.
Offene Parkplätze
Hier sind Ladestationen sämtlichen Witterungseinflüssen ausgesetzt – von Starkregen über Schnee bis hin zu Staub und intensiver UV-Strahlung.
Gerade bei frei zugänglichen Ladepunkten lohnt sich deshalb eine besonders robuste Bauweise.
Praxisbeispiel: Die Elecq Biz mit einer sehr hohen Schutzklasse IP65
Ein Beispiel für eine besonders widerstandsfähige Ladestation ist die ELECQ Biz. Im Vergleich zu handelsüblichen Ladestationen, ist ihre Schutzart besonders hoch.
Mit der Schutzart IP65 ist sie:
- vollständig staubdicht
- gegen starkes Strahlwasser geschützt
Dadurch eignet sie sich sowohl für überdachte Installationen als auch für offene Parkplätze oder Tiefgaragen, in denen Feuchtigkeit, Staub oder regelmässige Reinigungsarbeiten zum Alltag gehören.
▶️ Youtube Short Elecq vs. Gartenschlauch

Nicht nur Wasser zählt – Auch Temperaturen spielen eine Rolle
Neben Wasser und Staub beeinflussen auch hohe und tiefe Temperaturen die Lebensdauer einer Ladestation.
Gerade im Sommer können sich Ladestationen auf sonnigen Parkplätzen stark aufheizen. Im Winter hingegen müssen sie auch bei Frost zuverlässig funktionieren.
Die Elecq Biz ist für einen Temperaturbereich von –40 °C bis +55 °C ausgelegt und eignet sich dadurch auch für anspruchsvolle klimatische Bedingungen.
Dies trägt zu einem zuverlässigen Betrieb der Ladeinfrastruktur über das gesamte Jahr hinweg bei.
Fazit
Eine moderne Ladestation sollte nicht nur leistungsstark und intelligent sein, sondern auch den Herausforderungen des Alltags standhalten. Regen, Schnee, Staub und starke Temperaturschwankungen gehören insbesondere bei Ladeinfrastruktur in der Schweiz zu den normalen Einsatzbedingungen.
Die Wahl einer geeigneten Schutzklasse trägt wesentlich dazu bei, die Lebensdauer der Hardware zu erhöhen und einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen. Mit ihrer Schutzart IP65, dem grossen Temperaturbereich und ihrer robusten Bauweise ist die Elecq Biz für den Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen bestens gerüstet.



