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6 Mythen rund um Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern

Die Nachfrage nach Ladeinfrastruktur in der Schweiz wächst kontinuierlich. Immer mehr Immobilienverwaltungen, Stockwerkeigentümergemeinschaften und Eigentümer von Mehrfamilienhäusern beschäftigen sich mit der Frage, wie sie ihre Liegenschaften fit für die Elektromobilität machen können. Mit dem steigenden Interesse nehmen jedoch auch die Missverständnisse zu. Von vermeintlich hohen Ladeinfrastruktur-Kosten über die Sorge, dass das Stromnetz nicht ausreicht, bis hin zu Unsicherheiten beim Betrieb – rund um Ladeinfrastruktur kursieren zahlreiche Mythen.

29 Juli 2026

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Natalia Kandula

6 Mythen rund um Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern

Mythos #1: Eine Ladeinfrastruktur lohnt sich erst, wenn viele Bewohner ein E-Auto besitzen.

Die Realität: Frühzeitig planen spart langfristig Kosten.

Gerade das Gegenteil ist häufig der Fall. Wer erst reagiert, wenn mehrere Bewohner gleichzeitig eine Lademöglichkeit wünschen, muss oft kurzfristig handeln. Das kann die Ladeinfrastruktur-Kosten deutlich erhöhen und führt nicht selten dazu, dass unterschiedliche technische Lösungen innerhalb derselben Liegenschaft entstehen.

Eine frühzeitige Grunderschliessung – beispielsweise durch Leerrohre, Reservekapazitäten und eine vorbereitete Elektroverteilung – schafft die Grundlage für einen schrittweisen Ausbau. Zusätzliche Ladepunkte können später unkompliziert ergänzt werden, ohne dass erneut umfangreiche Bauarbeiten notwendig sind.

Fazit: Eine vorausschauende Planung macht den Ausbau wirtschaftlicher und sorgt dafür, dass die Ladeinfrastruktur mit den Bedürfnissen der Bewohner mitwachsen kann.

Mythos #2: Jeder Ladepunkt benötigt einen eigenen Netzanschluss.

Die Realität: Ein gemeinsamer Hausanschluss genügt in den meisten Fällen.

Moderne Ladeinfrastruktur wird in der Regel über den bestehenden Hausanschluss betrieben. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Ladepunkte, sondern die verfügbare Anschlussleistung und deren intelligente Verteilung.

Hier kommt das dynamische Lastmanagement ins Spiel. Es verteilt die verfügbare Leistung automatisch auf alle angeschlossenen Fahrzeuge und verhindert, dass der Hausanschluss überlastet wird.

Dadurch lassen sich häufig deutlich mehr Ladepunkte realisieren, als viele Eigentümer vermuten.

Fazit: Ein zusätzlicher Netzanschluss ist in den meisten Mehrfamilienhäusern nicht notwendig.

Mythos #3: Der Netzanschluss eines Mehrfamilienhauses reicht für Ladeinfrastruktur nicht aus.

Die Realität: Die vorhandene Infrastruktur reicht häufig bereits aus.

Viele Mehrfamilienhäuser verfügen bereits über genügend Anschlussleistung, um mehrere Ladepunkte zu betreiben. Hinzu kommt, dass in der Praxis nur selten alle Fahrzeuge gleichzeitig mit maximaler Ladeleistung laden.

Ein intelligentes Lastmanagement berücksichtigt den aktuellen Stromverbrauch des Gebäudes und stellt den Ladestationen nur die tatsächlich verfügbare Leistung zur Verfügung. So wird die vorhandene Anschlussleistung optimal genutzt und eine Überlastung des Hausanschlusses vermieden.

Erst wenn die Anzahl der Ladepunkte stark wächst, kann eine Erweiterung des Netzanschlusses sinnvoll werden.

Fazit: In vielen Projekten kann eine Ladeinfrastruktur ohne kostspielige Verstärkung des Netzanschlusses realisiert werden.

Mythos #4: Ladeinfrastruktur ist für Immobilienverwaltungen zu komplex.

Die Realität: Moderne Komplettlösungen reduzieren den Verwaltungsaufwand erheblich.

Die technischen Möglichkeiten haben sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Heute bieten viele Anbieter Komplettlösungen an – von der Planung über die Installation bis hin zu Betrieb und Abrechnung.

Bei Sintio setzen wir auf die intelligenten Ladelösungen von Elecq. Für kleine bis mittlere Mehrfamilienhäuser eignet sich beispielsweise die Elecq Home, während die Elecq Biz speziell für grössere Liegenschaften entwickelt wurde und eine unbegrenzte Skalierbarkeit ermöglicht.

Auch der laufende Betrieb lässt sich einfach organisieren. Über das Sintio-Portal können Ladepunkte verwaltet und Ladekosten automatisch abgerechnet werden.

Je nach Bedarf stehen verschiedene Servicepakete zur Verfügung:

  • sintio.light – nur 10% auf den Transaktionsumsatz (CHF 0.00 pro Ladepunkt und Monat) mit eigenständigem Betrieb und Abrechnung.
  • sintio.fullservice – CHF 11.90 pro Ladepunkt und Monat für maximale administrative Entlastung inklusive Abrechnung und technischen Betrieb.

So erhalten Immobilienverwaltungen eine Lösung, die sich flexibel an die Anforderungen ihrer Liegenschaft anpasst.

Fazit: Moderne Ladeinfrastruktur muss weder technisch noch administrativ kompliziert sein.

Moderne Ladeinfrastruktur

Mythos #5: Lastmanagement bedeutet, dass Fahrzeuge nicht ausreichend geladen werden.

Die Realität: Lastmanagement nutzt die verfügbare Kapazität effizient.

Lastmanagement reduziert nicht die Ladequalität – vielmehr sorgt es dafür, dass die verfügbare Leistung optimal auf alle Fahrzeuge verteilt wird.

Da die meisten Fahrzeuge mehrere Stunden auf ihrem Parkplatz stehen, ist eine maximale Ladeleistung während der gesamten Ladezeit in den meisten Fällen gar nicht notwendig. Das System verteilt die Leistung dynamisch auf alle angeschlossenen Fahrzeuge und priorisiert einzelne Ladepunkte bei Bedarf.

Dadurch können mehr Fahrzeuge gleichzeitig laden, ohne dass der Hausanschluss überlastet wird.

Fazit: Dynamisches Lastmanagement erhöht die Effizienz der Ladeinfrastruktur und sorgt für einen zuverlässigen Betrieb.

Mythos #6: Die Ladekosten bestehen nur aus dem Strompreis

Die Realität: Die Gesamtkosten gehen weit über den Strompreis hinaus.

Der Strompreis ist nur ein Bestandteil der Ladeinfrastruktur-Kosten. Für eine realistische Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollten auch folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • Planung und Projektierung
  • Installation der Ladeinfrastruktur
  • Ladestationen
  • Betrieb und Wartung
  • Backend- und Abrechnungssysteme
  • Serviceleistungen
  • Erweiterbarkeit der Anlage

Gerade bei Mehrfamilienhäusern lohnt sich deshalb eine Betrachtung der gesamten Lebenszykluskosten. Eine günstigere Anschaffung kann langfristig höhere Betriebs- oder Wartungskosten verursachen als eine qualitativ hochwertige Lösung.

Fazit: Wer die Ladeinfrastruktur-Kosten ganzheitlich betrachtet, trifft langfristig wirtschaftlichere Entscheidungen.

Wer die Ladeinfrastruktur-Kosten

Fazit: Mit der richtigen Planung wird Ladeinfrastruktur zur Zukunftsinvestition

Viele Vorurteile rund um Ladeinfrastruktur in der Schweiz halten einer genaueren Betrachtung nicht stand. Skalierbare Ladelösungen mit intelligentem Lastmanagement wie die von Elecq sowie moderne Abrechnungsysteme wie die Sinto-Plattform ermöglichen es, Ladeinfrastruktur wirtschaftlich, effizient und zukunftssicher umzusetzen und zu betreiben.

Ob Immobilienverwaltung, Stockwerkeigentümergemeinschaft oder Eigentümer eines Mehrfamilienhauses – wer frühzeitig plant, reduziert langfristig Kosten und schafft einen echten Mehrwert für seine Immobilie.

Sie möchten mehr über eine zukunftsfähige Ladeinfrastruktur oder die passende Abrechnungslösung erfahren? Das Team von Sintio unterstützt Sie gerne bei der Planung, Umsetzung und Betrieb Ihrer individuellen Ladeinfrastruktur.

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