Die Zahlungsabwicklung entscheidet mit darüber, wie effizient, transparent und skalierbar Ladeinfrastruktur betrieben werden kann. Gerade für Immobilienverwaltungen, Energieversorger und Flottenmanager von Ladestationen sind dabei nicht nur technische Aspekte relevant, sondern auch Abrechnung, Compliance und die Kontrolle über den Geldfluss.
Mit Sintio können Betreiber zwischen zwei bewährten Modellen wählen: Entweder erfolgt die Abrechnung direkt über ein eigenes Konto bei einem Zahlungsanbieter (z. B. Stripe) oder Sintio übernimmt die komplette Zahlungsabwicklung. Beide Varianten sind produktiv einsetzbar und lassen sich flexibel pro Liegenschaft und Standort kombinieren.
In diesem Beitrag zeigen wir die Unterschiede, Vorteile und typischen Einsatzszenarien beider Modelle.
Zwei Zahlungsmodelle – eine Plattform
Sintio bietet zwei flexible Zahlungsmodelle, die je nach Organisation, Liegenschaft oder Projekt eingesetzt werden können:
- Ihr eigenes Stripe-Konto (Direct Payout)
- Auszahlung über Sintio (Platform Settlement)
Beide Varianten lassen sich auch parallel innerhalb derselben Organisation nutzen. Mit "Organisationen" sind in diesem Beitrag die Eigentümer der Ladestationen sowie die verantwortlichen Verwaltungseinheiten gemeint, welche die Ladeinfrastruktur betreiben. Das kann beispielsweise eine Immobilienverwaltung, ein Energieversorger oder ein Unternehmen mit eigenem Fuhrpark sein.
Option 1: Ihr eigenes Stripe-Konto (Direct Payout)
Bei diesem Modell erstellt die Organisation ein oder mehrere eigene Stripe-Konten. Stripe ist einer der weltweit führenden Online-Zahlungsanbieter und ermöglicht die Abwicklung von Kreditkarten-, Wallet- und Online-Zahlungen, inklusive automatischer Auszahlung auf das Bankkonto Ihrer Organisation.
Die Zahlungen der Endnutzer fliessen in diesem Modell direkt auf das Stripe-Konto der Organisation. Sintio stellt die technische Integration bereit, ist jedoch nicht im Geldfluss involviert.

Vorteile
- Das Geld liegt jederzeit direkt beim Betreiber
- Die Organisation ist selbst Rechnungsaussteller (eigener Absender, eigener Name auf der Rechnung)
- Volle Transparenz im eigenen Stripe-Dashboard
- Automatische Auszahlungen auf das Bankkonto der Organisation
Für Stockwerkeigentümergemeinschaften ergibt sich ein zusätzlicher Vorteil: Wenn diese nicht mehrwertsteuerpflichtig sind, können Preise entsprechend ohne MwSt. definiert werden.
Folgende Zahlungsmethoden werden von Stripe und somit von Sintio unterstützt:

Einschränkungen und Herausforderungen
Dieses Modell bringt auch gewisse organisatorische Anforderungen mit sich:
- Man ist an die von Stripe angebotenen Zahlungsmethoden gebunden. Beispielsweise sind klassische Rechnungszahlungen oder manuelle Banküberweisungen auf Schweizer Konten nicht vorgesehen.
- Nicht jede Schweizer Organisationsstruktur lässt sich direkt abbilden
Ein typisches Beispiel ist die Stockwerkeigentümergemeinschaft: Hier muss eine verantwortliche Person definiert werden, welche den Steuer- und Ertragsauszug erhält. Denn Einnahmen aus dem Betrieb von Ladestationen gelten grundsätzlich als steuerrelevant.
Auch in grösseren Unternehmen kann es herausfordernd sein: Mitarbeitende ohne Zeichnungsberechtigung können oft kein Stripe-Konto eröffnen, obwohl sie operativ für das Projekt zuständig sind.
Option 2: Auszahlung über Sintio (Platform Settlement)
Beim zweiten Modell übernimmt Sintio die komplette Zahlungsabwicklung. Die Rechnung wird in diesem Fall von Sintio ausgestellt und enthält auch das Sintio-Branding. Sintio ist damit direkt im Geldfluss involviert.
Viele CPOs in der Schweiz und in Europa arbeiten ausschliesslich mit diesem Modell, da es operativ besonders einfach umzusetzen ist.

Vorteile
- Kein eigenes Stripe-Konto notwendig
- Schneller Start ohne komplexes Onboarding
- Einfaches Erstellen von Auszahlungskonten pro Betreiber oder Liegenschaft
- Höhere Flexibilität bei Zahlungsarten. Rechnungen über CH QR-IBAN beispielsweise auch möglich.
- Unterstützung individueller Auszahlungslogiken
Gerade für Immobilienverwaltungen ist dies ein grosser Vorteil: Wenn Sammelkonten mit Referenznummern, Kostenstellen oder objektspezifischen Codes verwendet werden, lassen sich Zahlungen deutlich einfacher korrekt zuordnen.
Auch bei den Zahlungsmethoden bietet Sintio mehr Flexibilität: Neben allen Karten- und Wallet-Zahlungen aus dem Direct-Payout-Modell (siehe Option 1 oben) ermöglicht dieses Modell zusätzlich Schweizer Zahlungsarten wie Rechnungen über CH QR-IBAN, die von globalen Payment-Anbietern wie Stripe nicht unterstützt werden.
Abrechnung pro Liegenschaft und Standort
Unabhängig vom gewählten Zahlungsmodell bietet Sintio eine einheitliche und flexible Abrechnungsstruktur:
- Jede Liegenschaft kann ein eigenes Auszahlungskonto erhalten
- Separate Abrechnungen pro Standort oder Projekt sind möglich
- Einnahmen lassen sich sauber trennen und auswerten
- Exporte für Buchhaltung und Controlling stehen zur Verfügung
Das bedeutet in der Praxis: Nicht nur ein globales Auszahlungskonto für alle Standorte, sondern bei Bedarf ein separates Konto pro Immobilie oder Projekt, ohne technische Einschränkungen.
Warum Sintio beide Modelle unterstützt
Viele Plattformen zwingen Betreiber in ein einziges Zahlungsmodell. In der Realität unterscheiden sich die Anforderungen jedoch stark:
- Grosse Betreiber bevorzugen oft direkte Auszahlungen auf eigene Payment-Konten
- Kleinere Organisationen wünschen sich eine einfache Komplettlösung ohne zusätzliche Integrationen
- Internationale Projekte benötigen flexible regulatorische und organisatorische Setups
Sintio unterstützt bewusst beide Varianten, damit Betreiber selbst entscheiden können, welches Modell am besten zu ihrer Organisation, Struktur und Strategie passt.
Im folgenden Beispiel sehen Sie, wie Auszahlungskonten direkt im Sintio-Portal verwaltet werden:
Nach dem Login auf www.sintio.com wählen Betreiber ihre Organisation aus und können im Bereich "Kontoinhaber" Auszahlungskonten für einzelne Liegenschaften oder Projekte anlegen und zuweisen.
Fazit: Volle Flexibilität für Betreiber und Verwaltungen
Mit Sintio erhalten Betreiber von Ladeinfrastruktur eine Plattform, die sich an reale Organisationsstrukturen anpasst. Genau diese Kombination aus technischer Offenheit, operativer Praxisnähe und organisatorischer Flexibilität macht Sintio zur idealen Plattform für professionelle Ladeinfrastruktur.



